Mehrfachstamm-Forsy

Zeigt Eure Forsythien!
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Carmen_G
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Fr 29. Jul 2011, 14:07

Nachdem ich im März mein Bedauern ausgedrückt hatte, daß ich keine so schöne Forsy besitze wurde mir doch gleich von einem lieben Bonsaifreund angeboten eine aus seinem Garten auszubuddeln!

Ganz lieben Dank Marco!

Ein sehr schöner Besuch wurde also mit einer Grabeaktion abgeschlossen.

Also zuerst mal das "Teilchen" am Ursprungsstandort.

Der erste Schritt bestand darin die langen Triebe zurückzuschneiden.
Anschließend wurde mit Spaten, Axt und Pickel der Wurzelballen freigelegt und das Stück zu zweit in eine Karre und von da ins Auto gehievt.

Zuhause wurde dann der Wurzelballen gesäubert, Wurzeln zurückgeschnitten und tote uund unbrauchbare Stämme wurden auch entfernt.

Übrig blieben Stämme in unterschiedlichen Größen, alle mit einer festen Wurzelplatte zusammengewachsen.
Aber seht selbst.
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Liebe Grüße
Carmen

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Carmen_G
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Fr 29. Jul 2011, 14:19

Eine Anzuchtschale in passender Größe war vorhanden und so wurde in lockeres Substrat gleich eingetopft.

Einen Monat später sind die Triebe, welche im Ansatz schon im März zu erkennen waren ausgetrieben und auch der ein oder andere neue Trieb war zu sehen. (klein 3)
Jetzt im Juli ist das Teil dicht zugewuchert.....ABER !!!....
der mittlere Stamm, der dickste, läßt plötzlich seine Triebe schlaff hängen!

Wahrscheinlich hing dieser Stamm mit der einzigen beim ausbuddeln gekappten dicken Wurzel zusammen.

Mal sehen ob sich da noch was tut, wäre schade wenn nicht, da dies der Hauptstamm der Gruppe werden sollte.

Was meint Ihr, wäre es besser die restlichen Triebe zurückzuschneiden um dem Hauptstamm
von seinen umliegenden Kollegen mehr Saft zukommen zu lassen (evtl. sind die Saftbahnen ja in der Wurzelplatte verbunden) oder lieber alle lassen um im ganzen Ballen neue Wurzeln bilden zu können?

viele Grüße
Carmen
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Liebe Grüße
Carmen

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Silberlocke
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Fr 29. Jul 2011, 14:59

Na dann, Glückwunsch zu dieser tollen Forsy  :twothumbsup:
Bin auf die weitere Entwicklung gespannt und freu mich auf neue Bilder.
einen grünen Daumen wünscht

Beate

Die schrecklichsten Fehler begeht man fast immer in guter Absicht
klangstation-fm.de-> täglich ab 18:oo Uhr live on Air
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nobbi
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Fr 29. Jul 2011, 15:27

Schnappi hat geschrieben: .....oder lieber alle lassen um im ganzen Ballen neue Wurzeln bilden zu können?
Hallo Carmen,
würde ich (!) jetzt so machen .

Vieleicht treibt der Dicke  ja noch mal tiefer neu aus?!
Du durch Rückschnitt ,vieleicht andere, die gerade noch soo Saft haben verlierst?

Wie mans macht ists verkehrt  :bcdsad:

Viel Glück damit  .... Gruß Norbert
Gruß Nobbi

Atem ein und Atem wieder aus....dann schreibe !!!

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Alfred Hart
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Fr 29. Jul 2011, 15:46

zunächst mal, Carmen:
Was ich wirklich sehr schön finde: Das erste Foto von einem zukünftigen Bonsai noch in der Erde -die Geburtsstunde sozusagen  :twothumbsup:
Das erinnert mich spontan an einen langen Bericht im Forum über die Geburt einer Kiefer. Fast unvorstellbar, wie sich das dann weiter entwickelt hat.
Und so wie ich Dich kenne, wirst Du noch viele Fotos machen, um die Entwickung Deiner Forsy zu dokumentieren!

Zum jetzigen Problem:
Die dicke Schnittstelle in den pics klein1.jpg / 5.jpg könnte schon drauf hindeuten, daß Du genau damit den Hauptstamm erwischt hast.
Wenn es meiner wäre, würde ich an den umliegenden Stämmen die untersten Austriebe entfernen, damit die Pflanze sich nicht durch zu viele Austriebe zu sehr verausgabt.

Da wäre jetzt unser Forsy-Spezi Reiner Vollmari gefragt.
Ich schick ihm mal ne schnelle Mail.....

VGA
Grüße aus Magdeburg, Alf

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Hanno
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Fr 29. Jul 2011, 20:40

Ohne Reiners fachmännischen Rat vorwegnehmen zu wollen:

ich(!) würde in diesem Jahr die Schere im Werkzeugkasten liegen lassen,
die Gruppe kräftig düngen, in grobem Substrat recht feucht halten
und alles ungehemmt wachsen lassen.

Meine eigenen Forsy-Erfahrungen sagen, dass auch ein für tot gehaltener Stamm
noch neue Wurzeln und auch Triebe bilden kann.

Frei nach dem Abmoos-Grundsatz:
Viel Grün macht viel Wurzeln

und ausserdem:
Ab ist ab . . .

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Carmen_G
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Fr 29. Jul 2011, 21:32

Vielen Dank Ihr Lieben!

Also vorweg...neue Bilder werde ich Euch nicht vorenthalten sobald sich wieder was tut.  :yes:

@Nobby: Mit nochmal treiben kann gut sein, wenn die Wurzeln dieses Bereiches schneller wachsen wie er oben vertrocknet....und das geht sehr langsam mit dem eintrocknen, ist an den Trieben immer noch grün unter den welken Blättern. Scheint so wie wenn der Saft nur einfach nicht so ganz reicht, aber der Stamm noch am kämpfen ist.
Die anderen Stämme sind nicht mal nur gerade soooo im Saft sondern explodieren  :smile:. Sogar bei den ebenerdig abgeschnittenen Stumpen gibts schon wieder 1 cm starke und 60 cm hohe Neutriebe! Also neue Bäumchen nachziehen ist kein Problem.  ;D

@ Alf: Klar, der Bericht wird regelmäßig weitergeführt. Solche Entwickluungsgeschichten habe ich gerne, vor allem in ein paar Jahren wird das dann interessant.  :photo:
Mit den Schnittstellen sehe ich das auch so, hab da sicher genau die wichtige Wurzel gekappt.
Reiners Erfahrung wäre da jetzt echt gut! Danke Dir, daß Du schon per Mail Kontakt aufgenommen hast!  :sign danke:

@ Hanno: Mensch Hanno, Du und Schere liegenlassen! So kenne ich Dich ja gar nicht!  :laugh: :twinkle:  

Auf alle Fälle bin ich auch dafür ganz nach Deinem Grundsatz jetzt möglichst viel Grün vorerst dranzulassen.  :twothumbsup:
Und Hanno, wie war das mit den für tot gehaltenen Stämmen?

Schau mal, da hab ich eine Überraschung speziell für Dich!
Mußt mal ganz genau hinsehen!  :rolling smiling: :rolling smiling: :rolling smiling: :smile034:
Was lange dauert wird mit entsprechender Behandlung manchmal doch noch gut :)

liebe GRüße
Carmen
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Liebe Grüße
Carmen

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Reiner R.I.P.
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Sa 30. Jul 2011, 16:02

Hallo Carmen,
ich war jetzt etwas verwirrt, wegen Deinem zweiten Baum. Da dachte ich erst Du hast den ersten umgetopft. Der sieht richtig gut aus und scheint sich zu entwickeln.
Deine Problemforsythie hat anscheinend ein Wurzelproblem. Der dicke Stamm bekommt kein Wasser und der Austrieb vertrocknet. Meine Vermutung wäre:
Die Forsythie ist eine Staude und wächst aus vielen Trieben, die alle ihr eigenes Wurzelsystem entwickeln. Deshalb lassen sich solche Sträucher auch gut teilen. Wenn man so einen  dicken Trümmer ausgräbt, kann es passieren das man wichtige Wurzeln, die unterhalb direkt senkrecht wachsen zu stark einkürzt. Vielleicht sogar soweit, dass keine Feinwurzeln bleiben oder einfach zu wenige. Somit könnten dann einzelne, dicke Stammteile absterben.
Solche dicken Forsythien werden häufig gefunden und gezeigt. Bisher hat aber niemand einen daraus entwickelten Bonsai zeigen können.
Es wird also zumeist ein Problem mit der Entwicklung eines neuen Wurzelballens geben.
Da denke ich, das so eine dicke Forsythie einen tiefen Topf braucht, damit auch die Stammmitte durch darunterliegende Wurzeln, die ihren Platz brauchen, mit Wasser versorgt werden kann.
Ich drücke die Daumen, dass Dir eine vorzeigbare, dicke Forsythiengestaltung gelingt.
Viele Grüße,
Reiner

Reiners Bonsai Blog

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Carmen_G
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Sa 30. Jul 2011, 18:36

Hallo Reiner,

da freue ich mich aber besonders von Dir als Spezialisten eine Antwort zu erhalten.  :smile:
Ganz lieben Dank und entschuldige, wenn ich Dich mit der 2. Forsy verwirrt habe.

Meine Ausgebuddelte mit dem Trockenstamm hat ja eine richtig große zusammengewachsene Wurzelplatte. Dein Hinweis, daß solche Trümmer trotzdem pro Stamm ihr eigenes Wurzelsystem haben, das erklärt mir schon viel.
Wie erwähnt wurde eine recht dicke Wurzel beim ausgraben gekappt. Das war dann wohl genau die!
Von den anderen Wurzeln der Stämme daneben geht dann wohl so gut wie nichts über die Wurzelplatte zu dem dicken Stamm obwohl sie verwachsen sind.

Das Ganze wurde so getopft, daß darunter noch gut Platz mit nur Substrat ist um neuen Wurzeln Raum zu geben.
Dank Deines Hinweises, werde ich da auch in Zukunft gut darauf achten.

Meine Vermutung ging auch schon dahin, daß beim gießen wegen der ausgedehnten Wurzelplatte in der Mitte darunter kaum Wasser ankommt bevor es durch die Abzugslöcher wieder verschwindet.
Dies, in Verbindung mit der gekappten Wurzel wird es wohl ausmachen.
Bin am überlegen, ob ich nicht eine flache Wanne unter die Schale stelle, so 10 cm hoch, welche ich als Tauchbecken nehmen kann und da Stöpsel reinmache um das Gießwasser nach paar Minuten wieder ablaufen zu lassen.
So daß es von unten einzieht, dann aber wenn das Substrat unten überall naß ist, das Wasser wieder weg kann um Staunässe zu vermeiden.
Um das Teil einfach so ab und zu zu tauchen ist es leider etwas zu schwer.

Das hat man von solchen "Trümmern"  ;D

Auf alle Fälle Danke auch für´s Daumen drücken. Werde mein Bestes tun um daraus eine schöne Gestaltung zu machen. Die Schritte dazu und dann wenn möglich auch das Ergebnis zeige ich dann natürlich hier.
Sollte der dicke Stamm absterben, dann ist trotzdem noch was Schönes daraus zu machen.
So ist es ein Mehrfachstamm, anders wird eben ein etwas lichterer floßförmiger Wald auf Platte daraus. :twinkle:

Wobei mir da gerade eine verrückte Idee im Kopf herumspuckt....um den Stamm kleine Bohrungen mit feinem Schlauch durchs Holz, sozusagen eine Drainage, unten offen und dadurch mit gießen bis auch der dicke Stamm unten wieder Wurzeln hat. hmmmmm *grübel*

Oder einfach darauf hoffen, daß es genug feucht von unten hinkommt und die Natur sich hilft und evtl. noch rechtzeitig doch auch dort neue Wurzeln macht.

Bei Hanno´s Forsy (die zweite hier) hats ja auch noch gereicht und die hatte so gut wie keine Wurzeln mehr. siehe:
http://www.bonsai-club-deutschland.de/c ... ic,9942.0/

Die Zeit wird´s zeigen.

liebe Grüße
Carmen
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Hanno
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Sa 30. Jul 2011, 21:19

Schnappi hat geschrieben:Bin am überlegen, ob ich nicht eine flache Wanne unter die Schale stelle, so 10 cm hoch . . .
Carmen, bei mir stehen alle Forsythien die ganze Zeit in einer Wanne mit Wasser, so dass etwa ein Drittel des Pflanzgefässes eintaucht. Genau so wie man es mit Wistereien macht.
Das geht natürlich nicht mit "normaler" Bonsaierde, die würde im Laufe der Zeit versumpfen. Als Substrat nehme ich in diesen Fällen Splitt PUR mit einer leichten Beimischung von Lavagranulat.
Das lässt im oberen Bereich genügend Luft durch und saugt von unten genügend Feuchtigkeit zur Wurzelversorgung an. Gedüngt werden sie mit aufgelegtem Biogold.

Ich werd demnächst noch ein paar weitere (nicht ganz so dicke) Forsys hier zeigen, die sich wie die schon bekannten unter denselben Bedingen recht gut entwickeln . . .

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Carmen_G
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Do 17. Nov 2011, 20:42

Bei Hanno´s Forsy (die zweite hier) hats ja auch noch gereicht und die hatte so gut wie keine Wurzeln mehr. siehe:
http://www.bonsai-club-deutschland.de/c ... ic,9942.0/

Die Zeit wird´s zeigen.
Hanno, wie versprochen!
Die Zeit hat es gezeigt!

Hier nun ein ganz aktuelles Foto von Deinem Forsy-Knubbel!  :bcdfroh: :smile: :bcdfroh:

Ab vorgestern steht sie nun geschützt im Winterquartier.

liebe Grüße
Carmen
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Liebe Grüße
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nobbi
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Do 17. Nov 2011, 20:45

:twothumbsup: :twothumbsup: :twothumbsup:
Gruß Nobbi

Atem ein und Atem wieder aus....dann schreibe !!!

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