Fungizit ... aber welches?

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Kallemann
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Fr 18. Nov 2016, 13:23

Guten Tag,
häufig lese ich, das muss mit einem Fungizit gespritzt werden ....
Recht und gut, was mir dann immer fehlt, ist die exakte Benennung.
Wenn ich bei uns ins Raiffeisencenter gehe, dann steht da ein junges Mädchen, verdreht die Augen und flötet : ja welches hätten sie denn gerne!
Ich bin noch in einem Koi-Forum unterwegs, hier haben wir eine Enzyklopädie.
Hier werden z.B. Medikamente, Behandlungsmethoden, Technische Artikel usw. definiert - gelistet. Habe ich eine ähnliche Seite hier nicht gefunden, oder gibt es diese nicht?
Mir ist bewusst, dass dies wieder Arbeit für jemanden bedeutet
und wichtiger das dies als "die Bibel" verstanden werden könnte.
Aber Erfahrungen mit klarer Benennung wären für Lehrlinge wie mich schon schön.
Gruß Karl
Schau in die Sonne, dann siehst du deinen Schatten nicht

miki
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Fr 18. Nov 2016, 15:39

Kupfer?
Weißöl und Shin-Mittel werden auch genannt, aber die sind mehr gegen Schädlinge, meine ich.
Kolloidales Silber. Macht aber nur Sinn, wenn du nur ein paar Bäume hast. :laugh:

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uvex
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Fr 18. Nov 2016, 22:44

Kallemann hat geschrieben:...... häufig lese ich, das muss mit einem Fungizit gespritzt werden ....
Recht und gut, was mir dann immer fehlt, ist die exakte Benennung............
Es gibt sehr viele verschiedene Präparate. Wenn man Dir einen Namen nennt, kann man darauf wetten, dass genau dieses Mittel nicht im Baumarkt oder Gartencenter um die Ecke verkauft wird.
Kallemann hat geschrieben:........ Wenn ich bei uns ins Raiffeisencenter gehe, dann steht da ein junges Mädchen, verdreht die Augen und flötet : ja welches hätten sie denn gerne!........
Die Verkäufer von solchen Mittelchen müssen einen Sachundenachweis für Pflanzenschutzmittel haben und entsprechend beraten können. Will heißen, Du nennst den Schädling, bzw. die Krankheit und sagst noch, welche Pflanze behandelt werden soll und dann gibt's einen mind. 10-minütigen Vortrag, welche dort verkauften Mittel geeignet sind und wie die Mittel angewendet werden.
Kallemann hat geschrieben:......... Erfahrungen mit klarer Benennung wären für Lehrlinge wie mich schon schön.
.......
Stimmt. Problem hierbei ist aber, dass die Nennungen und Auflistungen kaum aktuell sein können, da bestimmte Mittel innerhalb kürzester Zeit keine Zulassungen mehr für Kleingärten haben, nicht mehr hergestellt werden usw. ............ Oder es erhalten wieder neue Mittel eine Zulassung für den Kleingarten. Das, was der Gärtner mit Gewerbeschein anwenden darf, kann schon für den Hobbygärtner auf dem Nachbargrundstück verboten sein. Oder ein bestimmtes Fungizid darf nur gegen Mehltau angewendet werden, obwohl es auch gegen Sternrußtau wirkt, dafür aber keine Zulassung hat. Ist alles fürchterlich kompliziert und ändert sich ständig!!!!!!!!!

Der Deutsche Gesetzgeber gibt bei so giftigen Stoffen einen sehr engen Rahmen für die Anwendungen vor. Wenn jetzt irgendwer im Internet irgendwas falsches schreibt, ist das u. U. schon strafbar.

Kallemann
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Sa 19. Nov 2016, 14:07

Hallo Uvex,
so ist es .... sobald der deutsche unwissende Gesetzgeber sein Hirn ins Spiel bringt läuft alles aus dem Ruder :bcdsad:
bzw. es wird sehr kompliziert! Die Schweizer - Holländer haben dann Jahre später die Mittelchen immer noch im Angebot.
Wie soll "ICH" armer Lehrling jetzt wissen was Sache ist?
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uvex
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Sa 19. Nov 2016, 15:44

Kallemann hat geschrieben:..........Wie soll "ICH" armer Lehrling jetzt wissen was Sache ist?
Gerne nochmal:
........ Die Verkäufer von solchen Mittelchen müssen einen Sachundenachweis für Pflanzenschutzmittel haben und entsprechend beraten können.......

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HeinrichIII
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Sa 19. Nov 2016, 23:52

Hallo Karl,
was ist denn los. Sterben Deine Pflanze schon, oder wozu brauchst Du ein Fungizit? Das müsste doch zuerst mal geklärt werden.
Ich weiß es gibt Viele, die grundsätzlich und aus Sicherheitsgründen eine sogenannte Winterspritzung vornehmen. Aber unbedingt nötig ist das wohl nicht. Ich habe in meinen über 30 Jahren Bonsai-Pflege noch nie eine Winterspritzung vorgenommen. Hilfe war nur dann nötig, wenn Gefahr in Verzug war. Z.B. Weissöl bei meinen Lärchen gegen Wollläuse. Aber selbst das brauchte ich in den letzten Jahren nicht mehr. Allenfalls habe ich mit dem Pilzmittel "Aliette" gute Erfahrungen gemacht. Das habe ich verwendet, wenn manche Pflanzen trotz angemessener Düngung nicht so richtig wachsen wollten. Aliette hat zudem eine vitalisierende Wirkung und schädigt nicht das Mykorrhiza.
Gruß Heiner

Kallemann
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Mo 21. Nov 2016, 20:03

Hallo Heiner,
ich habe eine Lärche, welche nach Prüfung meiner Lehrmeister von der Lärchenschütte befallen ist.
Drei Lärchen standen in diesem Jahr unmittelbar nebeneinander, volle Sonne, luftig.
Zwei waren sehr vital, die dritte hat, nachdem ich hier im Forum nachgelesen habe das typische Verhalten bei Befall der Lärchenschütte.
Dann hieß es ein Funguzit spritzen oder mit 1,5% Jin-Mittel spritzen.
Da die "Fachfrau" bei Raiffeisen sehr desorientiert wirkte habe ich mit der Frage ans Forom gewendet.
Und hier gingen dann die Meinungen natürlich wieder auseinander.
Gruß Karl
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majo
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Mo 21. Nov 2016, 23:12

hallo Karl,

hättest du deine Frage von anfang an so präzisiert, wäre das auch für eine Ferndiagnose etwas einfacher.
Wenn man die Frage ungenau stellt, darf man sich bitte nicht wundern, wenn die Meinungen und Antworten auseinandergehen, das ist leider so..... ( aber Uwe hat dir eigentlich alles recht genau beschrieben )
Gerade mit Fungiziden ist das in der Tat eine sehr komplizierte Sache...und ich glaube dir gerne, dass die Verkäuferin da nicht wirklich helfen kann.
Aber noch eine Hilfestellung habe ich für dich.... gib doch mal Lärchenschütte bei Google ein... da gibt es auch Hilfestellungen.
Zweite Sache die du machen kannst, frag mal deine Lehrmeister zu dem Probem.... was würden denn die machen ?

Glaub mir ...Helfen ist das Eine.....eine Ferndiagnose stellen das Andere, das geht in 80% der Fälle schief..... vor allem in einem Forum.

Gruß Majo
Mein Motto ...... Anfangen ist der wichtigste Teil einer Arbeit

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Carmen_G
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Mi 23. Nov 2016, 12:06

Hallo Karl,

auch wenn die Bäume direkt nebeneinander unter gleichen Bedingungen stehen, trifft es einen und andere nicht. Das hängt auch viel von der Vitalität des einzelnen Baumes ab und ob er mit Maßnahmen vorher evtl. mehr gestreßt wurde wie der andere nebenan.
Meine Erfahrungen:
1. Alle, und das ist bei Lärchen eine mächtige Arbeit!11 befallenen Nadeln in regelmäßigen Abständen so alle 1-2 Wochen immer wieder entfernen.
2. Dazu dann, wenn spritzen, dann ein kupferhaltiges Fungizid.
Liebe Grüße
Carmen

Kallemann
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Di 29. Nov 2016, 18:52

Hallo Carmen,
danke für deine Ausführungen und deinen Tip.
Ich habe den Baum mit einer Jin-Mittel - Lösung (1%) gespritzt.
Im Frühjahr werde ich die Lärche noch mit Austriebsspritzmittel behandeln.
Nach dem Austrieb werde ich sie und ein paar weitere Lärchen umtopfen, da dies sowieso ansteht. Sollte ich dann immer noch das Verhalten wie in diesem Jahr beobachten,
werde ich deinen Rat befolgen. Auch wenn es Arbeit macht. :smile:
Auch werde ich 3 Lärchen, die ich im Beet ziehe, in eine Trainingsschale umtopfen.
Gruß Karl
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